rabentochter Comments http://rabentochter.blogsport.de Ein Mirgedankenmachblog Sat, 17 Apr 2021 07:16:02 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Andrea W. http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-161 Thu, 27 Jun 2013 16:36:16 +0000 http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-161 Vieles davon kenne ich aus eigener Erfahrung. Mittlerweile hab ich mich vorsichtig mit mir selbst *angefreundet*, aber es war ein langer Weg, der auch noch lange nicht beendet ist. Ich hoffe, daß ich es irgendwann schaffe, mich nicht in vielen Situationen im ersten Moment aus Reflex zu schämen, aber das ist unheimlich schwer wegzubekommen. Vieles davon kenne ich aus eigener Erfahrung. Mittlerweile hab ich mich vorsichtig mit mir selbst *angefreundet*, aber es war ein langer Weg, der auch noch lange nicht beendet ist. Ich hoffe, daß ich es irgendwann schaffe, mich nicht in vielen Situationen im ersten Moment aus Reflex zu schämen, aber das ist unheimlich schwer wegzubekommen.

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by: ma dalton http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-116 Thu, 07 Mar 2013 22:24:42 +0000 http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-116 Auch ich hab, nachdem ich durch krankheit (keine ES) abgenommen habe, viele komplimente gehört. und festgestellt, daß ich auf einmal fast schon erschreckend viel mehr wertschätzung für meinen dünneren körper erfahre - anerkennung für das, was ich gesundheitsbedingt durchmachen mußte und durchgestanden habe, die eigentliche leistung, kriege ich so gut wie nie. generell sollte man sich vielleicht nicht nur über seine beleidigungen gedanken machen (fat shaming ist eh undiskutabler kackscheiß), sondern auch über die komplimente, die man macht. wie viele sich davon aufs körperliche/aussehen beziehen. klar ist es toll, wenn man da auch komplimente kriegt, das mein ich gar nicht. mir ist nur irgendwann wegen meiner obigen erfahrung aufgefallen, daß wohl die meisten komplimente, die ich beispielsweise meiner freundin mache, irgendwie in die richtung "gut schaust du aus" gehen. und das ist bei mir nicht nur so ne (begrüßungs)floskel, ich mein das dann auch so. und ich mach ihr auch mal komplimente, die gar nichts mit aussehen zu tun haben. ich mach generell gern komplimente. aber mal so rein quantitativ betrachtet ist die gewichtung schon arg verschoben! wenn man das mal mit der tatsache vergleicht, daß ihr aussehen sicherlich kein tragender pfeiler für unsere freundschaft ist, nimmt es einen verwunderlich großen teil der komplimenteauswahl ein. irgendwie denke ich, man sollte den leuten öfter komplimente über die dinge, die man eigentlich an ihnen mag, machen, wie man ihr aussehen kommentiert. ihre körperlichkeit. denn in unserer gesellschaft steht die wertschätzung von dünnen körpern in ganz mißratener relation zur wertschätzung von menschen. Auch ich hab, nachdem ich durch krankheit (keine ES) abgenommen habe, viele komplimente gehört. und festgestellt, daß ich auf einmal fast schon erschreckend viel mehr wertschätzung für meinen dünneren körper erfahre – anerkennung für das, was ich gesundheitsbedingt durchmachen mußte und durchgestanden habe, die eigentliche leistung, kriege ich so gut wie nie.

generell sollte man sich vielleicht nicht nur über seine beleidigungen gedanken machen (fat shaming ist eh undiskutabler kackscheiß), sondern auch über die komplimente, die man macht. wie viele sich davon aufs körperliche/aussehen beziehen. klar ist es toll, wenn man da auch komplimente kriegt, das mein ich gar nicht.
mir ist nur irgendwann wegen meiner obigen erfahrung aufgefallen, daß wohl die meisten komplimente, die ich beispielsweise meiner freundin mache, irgendwie in die richtung „gut schaust du aus“ gehen. und das ist bei mir nicht nur so ne (begrüßungs)floskel, ich mein das dann auch so. und ich mach ihr auch mal komplimente, die gar nichts mit aussehen zu tun haben. ich mach generell gern komplimente.

aber mal so rein quantitativ betrachtet ist die gewichtung schon arg verschoben! wenn man das mal mit der tatsache vergleicht, daß ihr aussehen sicherlich kein tragender pfeiler für unsere freundschaft ist, nimmt es einen verwunderlich großen teil der komplimenteauswahl ein.
irgendwie denke ich, man sollte den leuten öfter komplimente über die dinge, die man eigentlich an ihnen mag, machen, wie man ihr aussehen kommentiert. ihre körperlichkeit.
denn in unserer gesellschaft steht die wertschätzung von dünnen körpern in ganz mißratener relation zur wertschätzung von menschen.

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by: C. Rosenblatt http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-114 Thu, 07 Mar 2013 16:10:49 +0000 http://rabentochter.blogsport.de/2013/03/07/die-scham-einen-koerper-zu-haben-der-nicht-unsichtbar-ist/#comment-114 Ist doch auch interessant, dass man für einen "weithin sichtbaren" (eigentlich mächtigen im Sinne von Macht ausüben könnenden) Körper beschämt wird- für einen schwachen "auf die leichte Schulter zunehmenden" Körper hingegen eine gewisse Annäherung oder generell Kontaktmöglichkeit angeboten bekommt. Und gleichzeitig wird die Sache mit der Durchsetzungsfähigkeit (gleich) schief draufgedrückt... Seinen Körper zu leben, obwohl einem kaum jemand aussen einen Anlass dazu gibt (Raum dazu ermöglicht) ist schwer. Das merke ich an mir selbst auch. Ich wünsche dir, dass es dir weiter gelingt :) Ist doch auch interessant, dass man für einen „weithin sichtbaren“ (eigentlich mächtigen im Sinne von Macht ausüben könnenden) Körper beschämt wird-
für einen schwachen „auf die leichte Schulter zunehmenden“ Körper hingegen eine gewisse Annäherung oder generell Kontaktmöglichkeit angeboten bekommt.

Und gleichzeitig wird die Sache mit der Durchsetzungsfähigkeit (gleich) schief draufgedrückt…

Seinen Körper zu leben, obwohl einem kaum jemand aussen einen Anlass dazu gibt (Raum dazu ermöglicht) ist schwer. Das merke ich an mir selbst auch.

Ich wünsche dir, dass es dir weiter gelingt :)

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by: Johannes http://rabentochter.blogsport.de/2013/01/30/der-sexismus-im-flirt/#comment-87 Wed, 06 Feb 2013 11:47:20 +0000 http://rabentochter.blogsport.de/2013/01/30/der-sexismus-im-flirt/#comment-87 Wenn das Flirten schon mal so weit ist, dass man miteinander redet und fragen kann, ist das alles kein Problem. Was mich verunsichert ist das Flirten davor, wenn noch gar nicht geredet wird. Lächeln, wiederholte Blicke in der U-Bahn oder so. Da waren so viele Tweets nach dem Muster "Der Typ der mich in der U-Bahn angegrinst und sich dabei einen runtergeholt hat." So sowas mache ich natürlich nie; geht ja auch wirklich gar nicht. Es gab aber noch Tweets nach dem ähnlichen Muster ohne runterholen. Die lassen mich wirklich verunsichert zurück. Mir ist es mittlerweile unangenehm, wenn mir in der U-Bahn eine (attraktive) Frau gegenüber sitzt. Ich ertappe mich dabei, wie ich dann wegschaue. Ein Lächeln, wie ich es früher gerne gemacht habe, könnte fehlinterpretiert werden. Und per Definition bin ich ja schuld, wenn eine Frau mein Lächeln als Belästigung empfindet. Das Flirten in der U-Bahn hat mir zwar immer Spaß gemacht. So wichtig, dass es mir das Risiko, als Belästiger gesehen zu werden, wert wäre, ist es mir aber nicht. Also starre ich lieber wie ein Autist auf die glitzernden Schienen des Gegengleises. Wenn das Flirten schon mal so weit ist, dass man miteinander redet und fragen kann, ist das alles kein Problem.

Was mich verunsichert ist das Flirten davor, wenn noch gar nicht geredet wird. Lächeln, wiederholte Blicke in der U-Bahn oder so.

Da waren so viele Tweets nach dem Muster „Der Typ der mich in der U-Bahn angegrinst und sich dabei einen runtergeholt hat.“ So sowas mache ich natürlich nie; geht ja auch wirklich gar nicht. Es gab aber noch Tweets nach dem ähnlichen Muster ohne runterholen. Die lassen mich wirklich verunsichert zurück.

Mir ist es mittlerweile unangenehm, wenn mir in der U-Bahn eine (attraktive) Frau gegenüber sitzt. Ich ertappe mich dabei, wie ich dann wegschaue. Ein Lächeln, wie ich es früher gerne gemacht habe, könnte fehlinterpretiert werden. Und per Definition bin ich ja schuld, wenn eine Frau mein Lächeln als Belästigung empfindet.

Das Flirten in der U-Bahn hat mir zwar immer Spaß gemacht. So wichtig, dass es mir das Risiko, als Belästiger gesehen zu werden, wert wäre, ist es mir aber nicht. Also starre ich lieber wie ein Autist auf die glitzernden Schienen des Gegengleises.

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by: Berthold http://rabentochter.blogsport.de/2013/01/30/der-sexismus-im-flirt/#comment-85 Tue, 05 Feb 2013 09:52:29 +0000 http://rabentochter.blogsport.de/2013/01/30/der-sexismus-im-flirt/#comment-85 Höflichkeit und Respekt sind immer eine gute Empfehlung im Umgang miteinander. Insbesondere, wenn man sich nicht kennt oder sich (Flirt!)näher kommen möchte als bislang. Sich als Angesprochene(r) taktisch zu verhalten, also nicht innerhalb der ersten Sekunde sofort NEIN oder JA zu sagen, ist eine der Möglichkeiten, sich weiter vorzutasten ohne sich festzulegen. Das ist so. Menschen verhalten sich eben taktisch. Das Risiko einer Fehlinterpratation von Ja oder NEIN trägt aber immer der Adressat des Wortes. Er ist dabei gut beraten, ein NEIN strikt zu akzeptieren. Denn der in dieser strikten Akzeptanz zum Ausdruck kommende Respekt vor dem Gegenüber, könnte dazu führen, dass dessen NEIN relativiert wird und sich dadurch eventuell eine neue Chance eröffnet. Eventuell! Oder auch nicht! Das ist das Spiel. Seit ewigen Zeiten. Vor diesen Zeiten gab es den Affen. Der trommelte auf seine Brust und stürmte los. Er hatte es einfacher, er kannte noch keinen Zweifel. Der Mensch aber, zumal der moderne Mensch, der kennt ihn. Höflichkeit und Respekt sind immer eine gute Empfehlung im Umgang miteinander. Insbesondere, wenn man sich nicht kennt oder sich (Flirt!)näher kommen möchte als bislang. Sich als Angesprochene(r) taktisch zu verhalten, also nicht innerhalb der ersten Sekunde sofort NEIN oder JA zu sagen, ist eine der Möglichkeiten, sich weiter vorzutasten ohne sich festzulegen. Das ist so. Menschen verhalten sich eben taktisch. Das Risiko einer Fehlinterpratation von Ja oder NEIN trägt aber immer der Adressat des Wortes. Er ist dabei gut beraten, ein NEIN strikt zu akzeptieren. Denn der in dieser strikten Akzeptanz zum Ausdruck kommende Respekt vor dem Gegenüber, könnte dazu führen, dass dessen NEIN relativiert wird und sich dadurch eventuell eine neue Chance eröffnet. Eventuell! Oder auch nicht! Das ist das Spiel. Seit ewigen Zeiten. Vor diesen Zeiten gab es den Affen. Der trommelte auf seine Brust und stürmte los. Er hatte es einfacher, er kannte noch keinen Zweifel. Der Mensch aber, zumal der moderne Mensch, der kennt ihn.

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