Representation of nonmonogamy matters

Das war eine Tweetkette von mir gestern, aber da mein Account vorerst weiter protected bleiben wird, poste ich sie hier nochmal, denn der Blog ist ja öffentlich und hier können das dann auch andere lesen, die mir nicht auf twitter folgen.

Es mag euch ganz ganz gering erscheinen, aber ich bin so unglaublich froh über all die Artikel über non-monogame Menschen.
Als Teenie habe ich mich in zwei Menschen zugleich verliebt, mit Leuten darüber geredet. Es war allen klar „Du musst dich entscheiden.“
Der*die Verlassene wird schlimm verletzt werden. Wer auch schlimm verletzt wurde, war ich: auch ich hatte ja eine Liebe verloren.
Die war nämlich nicht weg mit der neuen. Ich habe gedacht, ich bin ‚krank‘, widerlich, ‚gestört‘ (ich benutze diese Wörter absichtlich, denn das waren negative Wertungen für mich damals und das Stigma hängt ihnen an).
Ich habe irgendwann auch gedacht, ’so‘ keine Existenzberechtigung zu haben. Oder nie glücklich zu werden.
Über BDSM hatte ich positiv in der Zeitung gelesen – das hat geholfen, mich weniger ‚widerlich‘ zu fühlen. Über poly erst sehr viel später.
Ich bin jetzt – in Anbetracht all derer, die jetzt da sind, wo ich damals war – sehr dankbar für wirklich jeden Artikel. Er macht sichtbar.
Und das sage ich nun, nachdem ich jetzt über 6 Jahre in Mehrfachbeziehungen lebe. Glücklich. Damn glücklich. Nicht immer – aber sagt mir mal, welche Beziehung immer immer glücklich ist :-)

Ergänzung: das ist nur ein Beispiel für Repräsentation, andere Menschen haben andere Bereiche. Für alle gilt – representation matters!


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