Gewalt hat vielerlei Gestalt

Ich möchte aber nochmal klarstellen: Ich distanziere mich ganz persönlich und individuell von körperlicher Gewalt, da ich für meine Person pazifistische Ideale bezüglich der physischen Unversehrtheit hege. Ich bin mir aber dessen bewusst, das ohe die Rand/Brand Krawalle die Sitzblockaden ziemlich wahrscheinlich keinen Raum bekommen hätten und alles erfolglos gewesen wäre, da so die Polizei beschäftigt war.
Zudem erlebe ich in linksradikalen Kresien durchaus eine sehr hohe Sensibilität dem Thema Gewalt gegenüber. Verhältnismäßigkeit der Mittel und Notwendigkeit oder Irrsinn von gewaltvollem Widerstand wird hier auch immer wieder neu diskutiert. Diese Diskussionen erlebe ich in der breiten Bevölkerung und der der Polizei nicht. Von der rechten Szene vermute ich dasselbe: zumindest schließe ich das aus der vorhandenen Hemmungslosigkeit bei der Anwendung körperlicher Gewalt.
Zudem gibt es eine Notwendigkeit weiter zu denken: Nicht nur die Fragen „Was ist Gewalt?“, „Wer ist gewaltsam?“ auf Einzelpersonen zu beziehen, sondern auch sehr viel weiter nach struktureller Gewalt zu fragen. Es ist notwendig, sich mit den Zusammenhängen auseinander zu setzen, hier nur als Schlagwörter: kapitalistisches System, Faschismus, Gewaltmonopol…
Dann sind aber auch ganz notwendige Bereiche: „Wer ist Opfer, wer Täter_in?“
Alles in allem liegt mir nichts an der Spaltung der linken Szenen. Meine Einstellung ist gegen direkte Gewalt, aber nicht : die Gewalt Nutzenden sind prinzipiell die Bösen und ich die Gute. Alle Böse, alle gut, alles andere ist totalitär.


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